Räume

Die Beschäftigung der Künstlerin mit existenziellen Themen führt Renate Reifert an Orte, wo das Existenzielle sich ereignet: Krankenhausräume, Notaufnahmen, Abschiedsräume, Altenheime, Hospize, Operationszentren. (...)

Es ist ihr gelungen, pauschalierte Architektur zu vermenschlichen... Die Verletzlichkeit des aus seiner Normalität herausgerissenen Menschen aufzufangen, das Ausgeliefertsein des Menschenan eine ungeklärte Lebenssituation mit den Mitteln der Malerei zu formulieren und zu mildern, ist das Anliegen der Künstlerin.

Das Schauen als Reflexhandlung in (...) Momenten existenzieller Einsamkeit bedarf der Erwiderung. Ein gestalteter Raum zeugt von menschlicher Anwesenheit. Anders als eine farbig angestrichene Wand vermittelt die Kunst die Anmutung von Schwesterlichkeit und Brüderlichkeit.

(Dr. U. Brandenburg über die Raumprojekte FARBTUN Renate Reifert)